Osterfeuer

Fundsachen zu Glaube und Kirche von Kaplan Stefan Salzmann, Hofheim am Taunus

Auf der Suche nach einem besseren Leben

Gerade in den Nachrichten hörte ich von zwei Massenstürmen auf die spanische Exklave Ceuta in Marokko, die von marokkanischen Sicherheitskräften abgewehrt wurden. Mit Gummigeschossen wurden die Flüchtlinge zurückgedrängt.

Mich schockiert nicht die Tatsache, dass sich die Menschen, die aufgrund von Armut und Krieg aus Nord- und Zentralafrika flüchten wollen, nun organisieren und auf die mit hohen Zäunen gesicherten „EU-Außenposten“ losstürmen. Das war früher oder später zu erwarten. Mich schockiert vielmehr die Untätigkeit in der Europäischen Union, was dieses Problem betrifft.

Sicherlich kann man auch darüber diskutieren, ob es sinnvoll ist, dass sich Spanien in Nordafrika umzäunte Dörfer leistet, die dann extraterritorial zur Europäischen Union gehören und mit enormem Aufwand technisch und personell gesichert werden müssen. Aber was tun unsere Regierungen gegen die Armut und den Krieg in Nord- und Zentralafrika? 

Wenn ich solche Nachrichten höre, muss ich unweigerlich an die Bergpredigt Jesu denken. Ich glaube, wir sind im Denken und Tun weit davon entfernt.

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. (Mt 5,3 ff)

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